Die indonesische Statistikbehörde BPS meldete, dass die Wirtschaft des Landes im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 5,61 Prozent gewachsen ist. Damit lag das Ergebnis leicht über der früheren Prognose von Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa, der zu Jahresbeginn ein Wachstum von 5,5 Prozent erwartet hatte.
Die Leiterin der BPS, Amalia Adininggar Widyasanti, erklärte, dass Indonesiens Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu jeweiligen Preisen 6.187,2 Billionen IDR erreichte, während das BIP zu konstanten Preisen bei 3.447 Billionen IDR lag.
„Indonesiens Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2026 lag im Vergleich zum ersten Quartal 2025, also auf Jahresbasis, bei 5,61 Prozent“, sagte Amalia während einer Pressekonferenz am Dienstag, dem 5. Mai.
Nach Sektoren betrachtet verzeichneten nahezu alle Branchen ein positives jährliches Wachstum, mit Ausnahme des Bergbaus sowie der Strom- und Gasversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das den größten Anteil zur Wirtschaft beiträgt, wuchs im Jahresvergleich um 5,04 Prozent.
Das stärkste Wachstum wurde im Bereich Beherbergung und Gastronomie mit 13,14 Prozent verzeichnet, gefolgt von Transport und Lagerei mit 8,04 Prozent.
Auf der Ausgabenseite verzeichneten die staatlichen Konsumausgaben mit 21,81 Prozent das höchste Wachstum. Der private Konsum, der weiterhin der wichtigste Treiber des Wirtschaftswachstums bleibt, stieg um 5,53 Prozent.
Amalia erklärte, dass der staatliche Konsum durch höhere Personalausgaben gestützt wurde, darunter die Auszahlung des 14. Monatsgehalts beziehungsweise des Feiertagszuschusses, sowie durch höhere Ausgaben für Waren und Dienstleistungen.
„Eine der Warenausgaben, die die staatlichen Ausgaben stützen, ist das Programm für kostenlose nahrhafte Mahlzeiten“, fügte sie hinzu.
Auf globaler Ebene zeigten mehrere wichtige Handelspartner Indonesiens im ersten Quartal eine verbesserte wirtschaftliche Entwicklung gegenüber dem Vorquartal. Chinas Wirtschaft wuchs im Jahresvergleich um 5,3 Prozent, nach zuvor 4,5 Prozent. Die Vereinigten Staaten verzeichneten ein Wachstum von 2,7 Prozent und lagen damit über dem vierten Quartal 2025 sowie dem ersten Quartal 2025, in denen jeweils ein Wachstum von 2 Prozent erreicht wurde.
Einige regionale Volkswirtschaften verzeichneten hingegen eine Verlangsamung. Malaysias Wachstum ging von 6,3 Prozent auf 5,4 Prozent zurück, Singapurs von 5,7 Prozent auf 4,6 Prozent und Vietnams von 8,5 Prozent auf 7,8 Prozent.
Amalia verwies zudem darauf, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) für dieses Jahr ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent prognostiziert, nach 3,4 Prozent im Vorjahr.
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