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EU-Spitzenvertreter zu abschließenden IEU-CEPA-Gesprächen in Indonesien erwartet

Hochrangige Vertreter der Europäischen Union werden voraussichtlich Ende Oktober oder Anfang November 2026 nach Indonesien reisen, während Indonesien und die EU die letzten Schritte des Indonesia-European Union Comprehensive Economic Partnership Agreement (IEU-CEPA) vorbereiten.

News Update: EU Leaders Expected in Indonesia for Final IEU-CEPA Discussions

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič werden nach Angaben des indonesischen Koordinierungsministers für Wirtschaft, Airlangga Hartarto, voraussichtlich Ende Oktober oder Anfang November Indonesien besuchen. Die geplanten Gespräche fallen in eine Phase, in der beide Seiten die noch ausstehenden Schritte bis zur Unterzeichnung und Ratifizierung des IEU-CEPA vorantreiben.

 

Präsident Prabowo Subianto hat die Regierung angewiesen, den Abschluss des Verfahrens zu beschleunigen. Nach Angaben Airlanggas werden derzeit die Vertragsdokumente finalisiert, darunter die englischsprachige Fassung für das europäische Verfahren. Anschließend soll auf indonesischer Seite der Ratifizierungsprozess unter Beteiligung des Repräsentantenhauses fortgesetzt werden.

 

Die anstehenden Gespräche bedeuten keine Wiederaufnahme der eigentlichen Handelsverhandlungen. Indonesien und die EU hatten die Verhandlungen über das CEPA sowie ein separates Investitionsschutzabkommen bereits im September 2025 abgeschlossen. Im Juni 2026 legte die Europäische Kommission dem Rat der EU Vorschläge zur Unterzeichnung und zum Abschluss der Abkommen vor. Die veröffentlichten Vertragstexte können bis zur Unterzeichnung noch einer rechtlichen Überarbeitung unterzogen werden.

 

Die indonesische Regierung strebt eine Ratifizierung in der zweiten Jahreshälfte 2026 an. Das Abkommen soll nach derzeitiger Planung Anfang 2027 in Kraft treten, vorausgesetzt, die erforderlichen Verfahren auf beiden Seiten werden abgeschlossen.

 

Nach Inkrafttreten wird das IEU-CEPA zahlreiche Bereiche des Handels und der Investitionen abdecken, darunter Waren und Dienstleistungen, Zollverfahren, Investitionen, digitalen Handel, öffentliche Beschaffung, geistiges Eigentum, Energie und Rohstoffe sowie nachhaltige Entwicklung. Vereinbart ist unter anderem die Abschaffung von Zöllen auf mehr als 98 Prozent der Zolltarifpositionen.

 

Für deutsche und andere europäische Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Indonesien sind die bevorstehenden Gespräche insbesondere deshalb relevant, weil sie die verbleibenden Schritte bis zur Unterzeichnung, Ratifizierung und späteren praktischen Anwendung des Abkommens betreffen.

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