Indonesien und Japan haben am Montag, den 30. März, zehn Absichtserklärungen (MoUs) im Gesamtwert von rund 23,1 Milliarden USD beziehungsweise etwa 392,7 Billionen IDR unterzeichnet, während beide Länder eine Ausweitung ihrer Investitionszusammenarbeit prüfen.
Die Vereinbarungen wurden im Rahmen des Indonesia–Japan Business Forum im Imperial Hotel in Tokio unterzeichnet. Präsident Prabowo Subianto nahm gemeinsam mit dem koordinierenden Wirtschaftsminister Airlangga Hartarto und mehreren Kabinettsmitgliedern an der Veranstaltung teil.
Airlangga erklärte, die Abkommen stellten einen konkreten Schritt zur Stärkung der bilateralen Beziehungen dar, nicht nur zwischen Indonesien und Japan, sondern auch im gesamten indo-pazifischen Raum.
„Indonesien ist überzeugt, dass die Zukunft dieser Partnerschaft darin liegt, gemeinsam zu arbeiten, zu innovieren und zu wachsen, um gemeinsamen Wohlstand zu schaffen – nicht nur für beide Länder, sondern auch für die indo-pazifische Region“, sagte Airlangga laut einer Erklärung vom Dienstag, den 31. März.
Er fügte hinzu, dass sich die Zusammenarbeit künftig über traditionelle wirtschaftliche Beziehungen hinaus entwickeln und auf die gemeinsame Erarbeitung zukunftsorientierter Lösungen ausgerichtet sein soll.
Die Kooperation konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: Energiewende und grünes Wachstum, industrielle Transformation und Weiterverarbeitung sowie die Stärkung globaler Lieferketten.
Prabowo hebt Qualität japanischer Investitionen hervor
Bei derselben Veranstaltung bezeichnete Präsident Prabowo japanische Investitionen als qualitativ hochwertig und verwies auf deren Disziplin, technologische Stärke und langfristiges Engagement.
„Japan bringt Qualität in seine Investitionen – Disziplin, Technologie und langfristiges Engagement. Deshalb genießt japanisches Kapital nicht nur in Indonesien, sondern weltweit hohes Ansehen. Ich schätze diese Beziehung persönlich sehr“, sagte er.
Japan ist derzeit Indonesiens viertgrößter Exportmarkt mit Ausfuhren im Wert von 17,61 Milliarden USD, entsprechend 299,5 Billionen IDR (bei einem Wechselkurs von 17.010 IDR pro USD).
Zudem zählt Japan zu den wichtigsten Investoren Indonesiens und belegt mit Investitionen von insgesamt 3,13 Milliarden USD beziehungsweise 53,23 Billionen IDR den fünften Platz. Die Investitionen konzentrieren sich vor allem auf die Automobil- und Transportausrüstungsindustrie sowie auf die Chemie- und Pharmabranche.
Die Regierung betonte, dass Japan weiterhin eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung groß angelegter Infrastrukturprojekte durch öffentlich-private Partnerschaften und Entwicklungszusammenarbeit spielt, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Häfen, Energie und städtische Infrastruktur.
An dem Forum nahmen zudem der Sondergesandte des Präsidenten für Klima und Energie, Hashim Djojohadikusumo, der Minister für Investitionen und Weiterverarbeitung, Rosan Roeslani, der parlamentarische Vizeminister für Wirtschaft, Handel und Industrie Japans, Komori Takuo, der Vorsitzende und CEO von JETRO, Norihiko Ishiguro, der Vorsitzende der Indonesischen Industrie- und Handelskammer (Kadin), Anindya Bakrie, sowie Vertreter des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), von Keidanren und JETRO teil.
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