Indonesiens Exporte beliefen sich im Juli 2026 auf 26,22 Mrd. US-Dollar und lagen damit 6,05 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach Angaben der indonesischen Statistikbehörde BPS übertraf das Wachstum zugleich die in einer Reuters-Umfrage erwarteten 3,36 Prozent.
Entscheidend für den Anstieg waren die Nicht-Öl-und-Gas-Exporte. Sie legten gegenüber dem Vorjahr um 6,84 Prozent auf 25,43 Mrd. US-Dollar zu. Die Ausfuhren von Öl und Gas gingen dagegen um 14,58 Prozent auf rund 790 Mio. US-Dollar zurück.
Den größten Beitrag zu den Nicht-Öl-und-Gas-Exporten leistete weiterhin die verarbeitende Industrie mit einem Exportwert von 21,76 Mrd. US-Dollar. Zu den Produkten mit steigenden Ausfuhren zählten unter anderem Grundchemikalien, Aluminium, Kupfer sowie Eisen und Stahl. Der Bergbau und sonstige Bereiche steuerten 3,10 Mrd. US-Dollar bei, während auf Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei rund 570 Mio. US-Dollar entfielen.
Bei einzelnen Warengruppen stiegen die Exporte mineralischer Brennstoffe im Jahresvergleich um 34,86 Prozent. Eisen- und Stahlexporte legten um 20,31 Prozent zu, während die Ausfuhren elektrischer Maschinen, Ausrüstungen und Teile um 22,52 Prozent wuchsen.
Deutlich stärker als die Exporte entwickelten sich allerdings die Importe. Indonesien führte im Juli Waren im Wert von 26,09 Mrd. US-Dollar ein, 27,02 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch dieser Wert lag über der Reuters-Prognose von 24 Prozent. Die Nicht-Öl-und-Gas-Importe stiegen um 23,83 Prozent auf 22,33 Mrd. US-Dollar.
Damit erzielte Indonesien im Juli einen Handelsüberschuss von rund 120 Mio. US-Dollar und kehrte nach Defiziten im Mai und Juni wieder in die Gewinnzone zurück. Im Mai hatte das Handelsdefizit 1,6 Mrd. US-Dollar betragen, im Juni noch 450 Mio. US-Dollar.
Von Januar bis Juli 2026 summierten sich die Exporte auf 167,03 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 4,43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Importe stiegen zugleich um 19,94 Prozent auf 163,33 Mrd. US-Dollar. Daraus ergab sich für die ersten sieben Monate ein kumulierter Handelsüberschuss von 3,70 Mrd. US-Dollar.