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Prabowo startet Downstreaming-Offensive im Wert von 116 Billionen IDR mit 13 neuen Projekten

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Präsident Prabowo Subianto hat die zweite Phase von Indonesiens Downstreaming-Agenda gestartet und den ersten Spatenstich für 13 Projekte im Wert von 116 Billionen IDR, rund 7,5 Milliarden US-Dollar, gesetzt. Ziel ist es, die inländische Industrialisierung zu beschleunigen und den Wert der natürlichen Ressourcen des Landes zu erhöhen. Die Zeremonie fand am 29. April in Cilacap, Zentraljava, statt und markiert die Fortsetzung einer umfassenderen Strategie, Indonesien stärker von Rohstoffexporten hin zu höherwertigen Verarbeitungsindustrien zu führen.

News Prabowo Launches IDR 116 Trillion Downstreaming Push with 13 New Projects

Präsident Prabowo Subianto hat die zweite Phase von Indonesiens Downstreaming-Agenda gestartet und den ersten Spatenstich für 13 Projekte im Wert von 116 Billionen IDR, rund 7,5 Milliarden US-Dollar, gesetzt. Ziel ist es, die inländische Industrialisierung zu beschleunigen und den Wert der natürlichen Ressourcen des Landes zu erhöhen. Die Zeremonie fand am 29. April in Cilacap, Zentraljava, statt und markiert die Fortsetzung einer umfassenderen Strategie, Indonesien stärker von Rohstoffexporten hin zu höherwertigen Verarbeitungsindustrien zu führen. 

 

Die Projekte verteilen sich auf zentrale Sektoren: fünf im Energiebereich, fünf im Mineraliensektor und drei in der Landwirtschaft. Sie sollen gleichzeitig in mehreren Regionen umgesetzt werden. Dazu zählen der Bau von Benzinraffinerien in Cilacap und Dumai, Kraftstofflager in Ostindonesien, eine Anlage zur Verarbeitung von Kohle zu Dimethylether (DME) in Südsumatra sowie Metall- und Agrarverarbeitungsanlagen von Sulawesi bis Maluku. 

 

Bei der Zeremonie bezeichnete Prabowo das Downstreaming als zentral für Indonesiens wirtschaftliche Entwicklung. „Downstreaming ist der Weg zur Wiederbelebung Indonesiens“, sagte er, wie Tempo.co berichtete. Er fügte hinzu, dass die Regierung das Programm im Laufe des Jahres weiter ausweiten wolle, unter anderem durch zusätzliche Phasen und Projekte. 

 

Die von dem staatlichen Energieunternehmen Pertamina geleiteten Raffinerieprojekte sollen zusammen eine Kapazität von 62.000 Barrel pro Tag erreichen und im vierten Quartal 2030 den Betrieb aufnehmen. Laut Bisnis Indonesia werden die Anlagen voraussichtlich die Benzinimporte um bis zu 2 Millionen Kiloliter pro Jahr senken und damit die Energiesicherheit stärken. Ergänzend dazu sollen neue Kraftstofflagertanks in Palaran, Biak und Maumere eine Gesamtkapazität von 153.000 Kilolitern hinzufügen und die Versorgungssicherheit verbessern, insbesondere in Ostindonesien. 

 

Im Bereich der Energiewende soll eine Coal-to-DME-Anlage in Tanjung Enim jährlich 1,4 Millionen Tonnen produzieren und damit einen inländischen Ersatz für importiertes Flüssiggas bieten. Das Projekt umfasst die staatliche Bergbauholding MIND ID und Pertamina und ist Teil der Bemühungen, die Abhängigkeit von importierten Energiequellen zu verringern. 

 

Industrielles Downstreaming zeigt sich auch im Metallsektor, wo Krakatau Steel an der Entwicklung nickelbasierter Edelstahlproduktion in Morowali sowie von Anlagen für Kohlenstoffstahlbrammen in Cilegon beteiligt ist. Die Verarbeitung von Kupfer und Gold in Gresik soll zugleich Indonesiens Position bei höherwertigen Mineralprodukten stärken. 

 

Über die Schwerindustrie hinaus umfasst die Initiative auch Agrar- und Plantagenrohstoffe. Anlagen in Sei Mangkei sollen Palmöl zu oleochemischen Produkten und Biodiesel verarbeiten, während sich Projekte in Zentralmaluku auf die Verarbeitung von Muskatnuss zu Oleoresin sowie auf integrierte Kokosproduktion für Produkte wie MCT-Öl, Kokosmehl und Aktivkohle konzentrieren. Diese Maßnahmen sollen den Exportwert erhöhen und Downstream-Produkte diversifizieren. 

 

Regierungsvertreter hoben zudem die breitere wirtschaftliche Wirkung des Programms hervor. Rosan Perkasa Roeslani, CEO der staatlichen Investitionsagentur Danantara, erklärte, dass die Downstreaming-Offensive landesweit bis zu 600.000 Arbeitsplätze schaffen und zugleich die Abhängigkeit von Kraftstoffimporten schrittweise verringern könne, wie RRI berichtete. 

 

Die jüngsten Projekte folgen auf eine frühere Reihe von Vorhaben, die im Februar gestartet wurde. Damit steigt die Gesamtzahl der in diesem Jahr laufenden Downstreaming-Initiativen auf mindestens 26. 

 

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