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Indonesien will das One-Gate-Exportsystem auf alle strategischen Rohstoffe ausweiten.

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Indonesien will sein One-Gate-Exportsystem über Kohle, Palmöl und Ferrolegierungen hinaus auf alle strategischen Rohstoffe ausweiten. Gleichzeitig soll eine neue Rohstoffbörse an den Start gehen, die für 2027 geplant ist.

News Indonesia to Expand One-Gate Export System to All Strategic Commodities

Präsident Prabowo Subianto hat angekündigt, das indonesische „One-Gate“-Exportssystem über Kohle, Palmöl und Ferrolegierungen hinaus auszuweiten. Ziel ist es, langfristig alle strategischen Rohstoffgüter abzudecken. Das System ist Teil des überarbeiteten Governance-Rahmens der Regierung für Exporte strategischer Naturressourcen und wird über die PT Danantara Sumberdaya Indonesia (DSI) umgesetzt. „DSI wird schließlich alle strategischen Exporte verwalten, sodass es nicht nur drei sein werden“, sagte Prabowo laut *Jakarta Globe*. Die Regierung hat bislang weder die vollständige Liste der zusätzlichen Waren noch einen Zeitplan für deren Aufnahme veröffentlicht.

 

Die rechtliche Grundlage bildet die Regierungsverordnung (PP) Nr. 24 von 2026 zur Steuerung der Exporte strategischer Naturressourcen, die am 1. Juni 2026 in Kraft trat. Die Verordnung sieht vor, dass Indonesien die Exporte strategischer Naturressourcen schrittweise regelt. Kohle, Palmöl und Ferrolegierungen bilden dabei die erste Gruppe. Weitere strategische Güter können anschließend durch behördliche Abstimmung festgelegt und vom Handelsministerium geregelt werden.

 

Das Handelsministerium erließ daraufhin die Ministerverordnungen Nr. 15, 16 und 17 von 2026 – jeweils für Kohle, Palmöl und Ferrolegierungen. Während der Übergangsphase können Exporteure der betroffenen Güter unter den jeweils geltenden Exportanforderungen weiterarbeiten, müssen jedoch Exportdokumente, Verkaufsverträge und weitere relevante Informationen an das zuständige staatliche Exportunternehmen (BUMN Ekspor) übermitteln. Die PP Nr. 24/2026 bestimmt, dass die Exporte der festgelegten Güter spätestens bis zum 31. Dezember 2026 auf das BUMN Ekspor zu übertragen sind. Gleichzeitig erlaubt sie der Regierung, nach einer Bewertung auch eine frühere Frist festzulegen.

 

Prabowo hat inzwischen angekündigt, die vollständige Umsetzung zu beschleunigen. „Wir erwarten die vollständige Umsetzung am 1. September 2026“, sagte Prabowo laut *Jakarta Globe*. Nach den zuletzt öffentlich verfügbaren Regelungen sieht die PP Nr. 24/2026 weiterhin vor, dass die Übertragung an das BUMN Ekspor spätestens bis Ende 2026 erfolgen soll, wobei nach dem vorgeschriebenen Bewertungsverfahren auch eine frühere Frist möglich ist.

 

Laut Regierung soll das One-Gate-System die Kontrolle über Exportmengen, Käufer, Transaktionspreise und Deviseneinnahmen verbessern. „Wir bauen ein einziges Export-Gateway-System, damit der Staat weiß, wie viel exportiert wird“, sagte Prabowo laut dem Präsidialsekretariat und erläuterte damit den Ansatz der Regierung zur Überwachung von Rohstoffexporten.

 

Am 14. August berichtete das Präsidialsekretariat, dass DSI rund 14 Milliarden US-Dollar an Deviseneinnahmen aus Kohle, Palmöl und Ferrolegierungen abgewickelt und mehr als 6.000 Exporttransaktionen überwacht habe. Zudem meldete die Regierung potenzielle zusätzliche Deviseneinnahmen in Höhe von etwa 5 Milliarden US-Dollar, die sich aus Unterschieden und Anpassungen bei gemeldeten Preisen ergeben hätten. DSI soll seine Überwachungstätigkeit auf 50 Häfen in 25 Provinzen ausweiten.

 

Die One-Gate-Exportpolitik wird außerdem von Plänen für eine „Strategic Mineral and Commodities Exchange“ begleitet, die die Regierung zum 1. Januar 2027 starten will. Die geplante Börse soll unter der Aufsicht der indonesischen Finanzdienstleistungsaufsicht (OJK) stehen und für ausgewählte Güter einen „Indonesia Reference Price“ festlegen. „Wir besitzen die Waren, aber andere bestimmen die Preise“, sagte Prabowo laut *ANTARA* bei der Ankündigung. Welche konkreten Güter gehandelt werden sollen und welche weiteren Betriebsregeln gelten, wird derzeit noch vorbereitet.

 

Auch Deutschland verfolgt die Entwicklung des Exportregimes. Im Juni sagte der deutsche Botschafter in Indonesien, Herr Ralf Beste (H.E.), dass die Politik bislang keine unmittelbare Wirkung auf den bilateralen Handel gehabt habe. „Derzeit sehe ich keine unmittelbare Auswirkung auf das Handelsniveau und die Intensität, die wir haben“, sagte Beste laut *Jakarta Globe*. Er fügte hinzu, dass Deutschland die Veränderungen weiter beobachten und analysieren werde, während sich das System entwickelt.

 

Für deutsche Unternehmen, die in Indonesien Rohstoffe beziehen, liefern oder mit dem Land Handel treiben, gelten die Vorschriften derzeit speziell für Kohle, Palmöl und Ferrolegierungen. Die Regierung hat angekündigt, dass das System langfristig auf weitere strategische Güter ausgeweitet wird. Die zusätzliche Warenabdeckung und ein detaillierter Umsetzungszeitplan wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

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