Die jährliche Inflationsrate Indonesiens stieg im August 2026 auf 3,19 Prozent, nachdem sie im Juli noch bei 2,88 Prozent gelegen hatte. Nach Angaben der Statistikbehörde BPS erreichte der Verbraucherpreisindex 111,97 Punkte. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,21 Prozent, nachdem im Juli noch ein Rückgang um 0,14 Prozent verzeichnet worden war. Seit Jahresbeginn belief sich die Inflation auf 1,86 Prozent.
Damit lag die August-Inflation leicht über der Markterwartung von 3,13 Prozent. Sie bewegte sich jedoch weiterhin innerhalb des von Bank Indonesia für 2026 festgelegten Zielkorridors von 2,5 Prozent mit einer Abweichung von ±1 Prozentpunkt. Die Zentralbank geht davon aus, dass die Inflation auch 2026 und 2027 innerhalb dieses Korridors bleiben wird.
Zu den wichtigsten Preistreibern gehörten Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren. In dieser Kategorie stiegen die Preise im Jahresvergleich um 3,86 Prozent und trugen 1,13 Prozentpunkte zur Gesamtinflation bei. Unter anderem verteuerten sich Hühnerfleisch, Frischfisch, Speiseöl und Reis.
Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Preise für Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren um 0,57 Prozent. Der Beitrag dieser Kategorie zur monatlichen Inflation lag bei 0,17 Prozentpunkten. Weitere Preistreiber waren unter anderem Chilischoten, Gemüse und Tabakwaren.
Auch Körperpflege und sonstige Dienstleistungen trugen zum Preisauftrieb bei. Insbesondere Goldschmuck verteuerte sich gegenüber Juli um 0,75 Prozent. Die Transportkosten gingen dagegen um 0,50 Prozent zurück, vor allem aufgrund niedrigerer Flugticket- und Benzinpreise.
Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Lebensmittelpreise und staatlich regulierte Preise ausgeklammert werden, stieg von 2,76 Prozent im Juli auf 2,92 Prozent im August. Bank Indonesia sieht die Preisentwicklung weiterhin als kontrolliert an und verweist unter anderem auf die Geldpolitik sowie die Zusammenarbeit mit Zentral- und Regionalregierungen bei der Inflationsbekämpfung.