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Staatsbesuch von Präsident Steinmeier unterstreicht das Interesse der deutschen Wirtschaft an Indonesien

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Am 15. Juni 2026 traf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Staatsbesuch in Indonesien in Jakarta ein. Begleitet wurde er von seiner Frau Elke Büdenbender sowie einer deutschen Wirtschaftsdelegation, die verschiedene Branchen und Institutionen vertrat.

News President Steinmeier’s State Visit Highlights Germany’s Business Interest in Indonesia

Am 15. Juni 2026 traf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Staatsbesuch in Indonesien in Jakarta ein. Begleitet wurde er von seiner Frau Elke Büdenbender sowie einer deutschen Wirtschaftsdelegation, die verschiedene Branchen und Institutionen vertrat. 

 

Der Besuch rückte die strategische Partnerschaft zwischen Indonesien und Deutschland erneut in den Fokus, insbesondere da beide Länder ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Energie, Industrie, Fachkräfteentwicklung und regionale Stabilität weiter vertiefen möchten. In diesem Zusammenhang betonten beide Staatsoberhäupter in ihren Erklärungen die Bedeutung einer Stärkung der deutsch-indonesischen Beziehungen. 

 

Präsident Prabowo hob mehrere Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit hervor, darunter Wirtschaft, Investitionen, Energiewende, Energiesicherheit, Bildung und Beschäftigung. Zudem lud er Deutschland dazu ein, seine Investitionen in Indonesiens strategischen Sektoren auszuweiten, darunter industrielle Downstreaming-Prozesse, Elektrofahrzeuge, Halbleiter, kritische Mineralien, Seltene Erden und Infrastruktur. 

 

Begleitend zur offiziellen Agenda des Bundespräsidenten nahm die deutsche Wirtschaftsdelegation an einem Briefing zur indonesischen Wirtschaft teil, das von AHK Indonesien / EKONID in Koordination mit Germany Trade & Invest (GTAI) organisiert wurde. 

 

Die Veranstaltung fand im Fairmont Jakarta statt und war darauf ausgerichtet, der Delegation einen kompakten, zugleich aber fundierten Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Lage Indonesiens, das Investitionsklima und Geschäftsmöglichkeiten zu geben. 

 

Das Briefing wurde von Herrn Peter Sonnehol, Leiter der Politischen Abteilung der Deutschen Botschaft in Jakarta, Dr. Monika Erath, Geschäftsführerin von EKONID, sowie Oliver Doehne, Director von GTAI Jakarta, durchgeführt. Innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens sollte die Sitzung der Delegation ein praxisnahes Verständnis von Indonesien über reine Kennzahlen hinaus vermitteln. Die Diskussion hob die anhaltende wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Indonesiens trotz externer Belastungen hervor und betonte zugleich, dass die derzeitige Marktvolatilität und Kapitalabflüsse nicht den breiteren langfristigen Ausblick des Landes bestimmen sollten. 

 

Eine zentrale Botschaft des Briefings war die Notwendigkeit, von der Anerkennung des Potenzials Indonesiens zur konkreten wirtschaftlichen Zusammenarbeit überzugehen. Für deutsche Unternehmen wird Indonesien häufig unter dem Blickwinkel seiner Größe, Ressourcen und demografischen Stärke betrachtet. Die Diskussion verwies jedoch auf den nächsten Schritt: diese Grundlagen in Partnerschaften, Projekte, Investitionen und Markteintrittsstrategien zu übersetzen, die auf die tatsächliche Nachfrage in Indonesien reagieren. 

 

Im Anschluss an das Briefing nahmen Mitglieder der Wirtschaftsdelegation am offiziellen Programm im Zusammenhang mit dem Staatsbesuch teil. Nach einem offiziellen Staatsbankett im Istana Merdeka setzte die Delegation ihren Austausch mit indonesischen Stakeholdern bei einer Diskussion im Büro des Koordinierenden Ministeriums für Wirtschaft fort. Gastgeber war S.E. Airlangga Hartarto, Koordinierender Minister für Wirtschaft; teilgenommen haben zudem Vertreter der indonesischen Wirtschaft. EKONID-Vorsitzender Pak Prijono Sugiarto und Dr. Monika Erath hatten die Gelegenheit, an beiden Veranstaltungen teilzunehmen. 

 

Die Diskussion berührte mehrere Bereiche von gemeinsamem Interesse zwischen Deutschland und Indonesien. Dazu gehörte der Bedarf an stärkerem beidseitigem Kapazitätsaufbau, der es Stakeholdern beider Länder ermöglichen soll, das regulatorische, industrielle und wirtschaftliche Umfeld des jeweils anderen besser zu verstehen. Mitglieder der Delegation sprachen außerdem Themen im Zusammenhang mit Seltenen Erden, Bahnprojekten, Indonesiens neuer Hauptstadt und nationaler Sicherheitsinfrastruktur an. 

 

Für EKONID bot dieser Anlass die Möglichkeit, einen informierten wirtschaftlichen Dialog zu unterstützen und Indonesien nicht nur als Markt mit Potenzial zu positionieren, sondern als Partner, bei dem deutsche Expertise, Technologie und langfristige Zusammenarbeit in konkrete Ergebnisse übersetzt werden können. 

 

Der Besuch bekräftigte, dass die Wirtschaftsbeziehungen weiterhin eine zentrale Säule der deutsch-indonesischen Partnerschaft bilden. Während beide Länder neue Chancen in den Bereichen Industrie, Energie, Fachkräfte, Infrastruktur und strategische Lieferketten in den Blick nehmen, wird EKONID weiterhin seine Rolle als Brücke zwischen den Interessen der deutschen Wirtschaft und den sich wandelnden wirtschaftlichen Prioritäten Indonesiens wahrnehmen. 

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