Indonesien verfolgt das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am nationalen Energiemix auf 23 % zu erhöhen und dabei seine Verpflichtungen im Rahmen der Just Energy Transition Partnership (JETP) weiter voranzutreiben. Um diese Ziele zu erreichen, sind erhebliche private Investitionen erforderlich – insbesondere in Photovoltaik (PV), Energiespeicher sowie in die Netzintegration. Deutschland ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung bei der Umsetzung erneuerbarer Energien, eines starken Ökosystems unabhängiger Stromerzeuger (IPPs) und etablierter Finanzierungsmodelle ein naheliegender Partner, um Indonesiens Energiewende zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund bot die Fachmesse The smarter E Europe / Intersolar Europe 2026 eine ideale Plattform, um das Potenzial erneuerbarer Energien in Indonesien zu präsentieren. Als Europas größte Ausstellungsallianz für die Energiebranche bringt The smarter E Europe vier führende Fachmessen zusammen: Intersolar Europe (Solarenergie), ees Europe (Energiespeicher), Power2Drive Europe (E-Mobilität) und EM-Power Europe (Energiemanagement). Jährlich zieht die Veranstaltung Tausende Technologieanbieter, Projektentwickler, Investoren, politische Entscheidungsträger und Branchenexperten aus aller Welt an.
Vom 22. bis 26. Juni 2026 nahm EKONID an der Intersolar-Europe-Ausstellungsreihe auf der Messe München in München, Deutschland, teil und begleitete zudem vor Ort zwei Agri-Photovoltaik (Agri-PV)-Projekte in Bayern. Dies geschah im Rahmen der von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisierten indonesischen Delegation. Die Delegation umfasste Vertreter des Ministeriums für Energie und Bodenschätze, PLN, des Finanzministeriums, der indonesischen Agentur für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG), des Institut Teknologi Sepuluh Nopember (ITS), der Indonesischen Solarenergie-Association (AESI) sowie weiterer zentraler Stakeholder. Das Programm bot die Möglichkeit, mit deutschen Unternehmen und Institutionen in Kontakt zu treten, die neuesten Technologien im Bereich erneuerbare Energien kennenzulernen und das Investitionspotenzial Indonesiens zu fördern.
Während der Messe nahm EKONID an Konferenzen teil, führte Gespräche mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und diskutierte mit deutschen Unternehmen sowie Branchenverbänden, um Einblicke in aktuelle Entwicklungen in der Solarenergie auszutauschen und Chancen für eine künftige Zusammenarbeit zu identifizieren. Mitglieder der indonesischen Delegation nahmen außerdem am Networking-Event „Women Energize Women“ teil, das von WISE – Women in Solar Energy organisiert wurde. Dabei kamen sie mit Frauen aus Führungsebenen und Branchenexpertinnen zusammen, die sich für Vielfalt und Inklusion im erneuerbaren Energiesektor einsetzen.
Über die Messe hinaus besuchte die Delegation zwei Agri-PV-Anlagen in Bayern. Agrivoltaik-Systeme verbinden die Erzeugung von Solarstrom mit landwirtschaftlichen Aktivitäten, indem Solarmodule in landwirtschaftliche Flächen integriert werden. So sind sowohl Nahrungsmittelproduktion als auch die Erzeugung von sauberem Strom auf derselben Fläche möglich. Die Besuche lieferten praktische Erkenntnisse dazu, wie dieser Ansatz die Flächeneffizienz verbessern und zugleich den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen kann.
Die Mission ermöglichte zudem den direkten Austausch mit deutschen Anbietern von Solartechnologie, Ingenieurunternehmen und Expertinnen und Experten im Bereich erneuerbare Energien. Diese Gespräche sollen neue Möglichkeiten für Forschungskooperationen, Technologietransfer, Investitionen und künftige Projekte im Bereich erneuerbare Energien in Indonesien eröffnen.
Durch die Stärkung der Verbindungen zwischen indonesischen und deutschen Stakeholdern hat der Besuch die wachsende Partnerschaft beider Länder bei der Umsetzung der Energiewende weiter untermauert. Das bei Intersolar Europe 2026 gewonnene Wissen und die aufgebauten Kontakte werden Indonesiens Bemühungen unterstützen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und internationale Investitionen zur Förderung seiner langfristigen Nachhaltigkeitsziele zu gewinnen.